Verkaufe dich nicht unter deinem Wert

Dieser Beitrag ist ausschließlich für Blogger und enthält meine persönliche Meinung zu diesem Thema.

Zu allererst: Worum geht es überhaupt? Ich spreche von Kooperationen/ Werbekampagnen auf Instagram. Wie ihr alle wisst sind viele Firmen auf uns sogenannte „Micro Influencer“ aus – da wir eine treuere Community als die großen Blogger haben. Und dies ist sehr interessant für Firmen, die sich mehr ins Licht rücken wollen. Also schreiben diese Firmen Blogger an, die z. B. 5K Abonnenten haben und fragen nach einer Kooperation. Und jetzt kommt der Knackpunkt: Die Rede von einer Vergütung wird hier völlig ausgelassen. Keiner spricht von Geld. Es fließen lediglich kostenfreie Produkte für uns Influencer. Aber ist dies wirklich Sinn der Sache? Wieso wird die Arbeit für große Blogger bezahlt und für uns kleine nicht? Nur weil wir nicht 200K Abonnenten haben heißt es nicht, dass wir weniger Arbeit haben. Meistens stecken wir kleinen sogar vieeeel mehr Arbeit in Gestaltung und Produktion von Bildern. Aber uns wird es nicht vergütet, weil wir noch keine gigantische Reichweite haben. Aber ein noch viel „schlimmerer“ Punkt ist:

Wenn es jeder kostenfrei macht dann werden die Firmen niemals bereit sein zu zahlen

Haltet euch mal vor Augen: Ihr möchtet mit einer Firma zusammen arbeiten, wollt aber auch für eure Arbeit vergütet werden. Ihr fragt höflich nach einer Bezahlung und die Firma antwortet euch: „Bisher haben alle anderen Blogger kostenfrei geworben, wieso willst du jetzt dafür vergütet werden?“ … Ehm, da denke ich mir nur „ich will mich nicht unter meinem Wert verkaufen!“

Leute bitte: Ihr macht den Bloggerruf so nur „kaputt“ wenn ihr Kampagnen kostenfrei eingeht. Nur weil ihr 5K Abonnenten habt, heißt es nicht, dass euch keine Vergütung zusteht. Stellt euch immer selber die Frage: Seid ihr auf das kostenfreie Produkt angewiesen? Benötigt ihr es so dringend, dass ihr die Kampagne umsonst eingeht? Außerdem kommt es auch ganz darauf an, welches Ziel ihr verfolgt. Es gibt Blogger die möchten sich mit Instagram selbstständig machen. Aber ohne bezahlte Kooperationen wird das nichts. Und wenn ihr das auch möchtet, dann hört auf umsonst zu werben. Dies schadet euch bzw. legt euch Steine in den Weg und es legt auch anderen Steine in den Weg.

Ich hatte euch ja bereits in einem anderen Blogbeitrag erzählt, dass ich meine erste bezahlte Kooperation mit 6K Abonnenten hatte. Daran kann man wunderbar sehen, dass diese Zahl eben nichts aussagt. Haltet euch nicht daran fest, sondern viel mehr wie viel Arbeit hinter so einem Posting steckt!

Preise

Immer wieder werde ich gefragt wie viel ich für meine Postings nehme. Kein Thema ist umstrittener als dieses. Keiner will wirklich darüber sprechen oder man lügt eben… Ich sehe es immer so, vergleicht euch nicht mit anderen. Ihr müsst selber entscheiden wie viel Geld ihr für ein Posting nehmt. Manche Firmen verlangen auch zwei Postings. Somit kann man auch mehr Geld verlangen. Selbst wenn ihr nur ein Produkt in der Story zeigen sollt, auch hier kann man Geld verlangen. Werbung ist Werbung und Aufwand ist Aufwand. Und dies sollte Vergütet werden. Oder steht ihr morgens auf, fahrt ins Büro und sagt eurem Chef: „Ich bin so gerne hier, Sie brauchen mich nicht zu vergüten“… Ja, da fällt auch mir nichts mehr zu ein…

Ich habe im Internet mal ein wenig recherchiert und bin auf eine Interessante Berechnung gekommen: Manche sagen, man nimmt 10€ pro 1K Abonnenten. Ob man sich daran hält, ist die andere Frage.

Ich empfehle jedem, die Firma aufzufordern ein Angebot zu unterbreiten. Weil häufig liegt man unter dem Wert, welchen die Firma tatsächlich zahlen würde. Also seid schlau und fordert ein Angebot ein.

Ausnahmefälle

Ich sehe es so, wenn ich wirklich unbedingt mit einer Firma zusammen arbeiten will, sei es z. B. Daniel Wellington, Paul Hewitt oder Cluse dann kann ich auch einmal auf Geld verzichten. Wenn ihr eine Firma schon lange kennt und euch einfach nur riesig freut, dass ihr ausgewählt wurdet, dann könnt ihr auch mal darüber hinwegsehen. Ich würde aber trotzdem fragen, ob die Chance besteht eine Vergütung zu erhalten. Fragen kostet ja bekanntlich nichts.

Noch ein letzter und wichtiger Tipp

Denkt immer daran am Ende einer Kooperation eine Rechnung auszustellen. Dies benötigen die Firmen zwingend. Auch hierzu habe ich schon einen Blogbeitrag geschrieben. Diesen findet ihr hier.

Ich hoffe ihr teilt meine Meinung und seht das alles nicht zu eng. Verkauft euch nicht unter eurem Wert. Und müllt euer Zimmer/ eure Wohnung nicht mit gratis Produkten zu, die ihr sowieso nicht braucht. Legt lieber wert auf Qualität und geht seriöse Kooperationen gegen Bezahlung ein. Dies bringt uns alle weiter, glaubt mir. Seid euch nicht zu schade einfach mal Geld zu verlangen. Ihr werdet sehen, wer fragt der gewinnt.

xx, Diana

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3 Gedanken zu “Verkaufe dich nicht unter deinem Wert

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